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Länge: ca. 20 km
Dauer: ca. 2 h 30 min
Schwierigkeitsgrad: schwierig, für Kinder nicht geeignet
Beschilderung: nicht vorhanden

dsc01081 Start dieser Radtour ist der Altlandsberger Storchenturm. Die Strecke führt zunächst bis zum Eingang des Scheunenviertels, wo sich die Straße teilt. Man nimmt die linke Straße und fährt am besten auf dem linken Gehweg bis zum Ortsausgang, wo auf der linken Seite ein von der Straße getrennter dsc01085 Radweg beginnt. Die nun folgende Strecke zählt zu den reizvollsten Teilen der Tour. Nicht nur, dass die angrenzende Straße wenig befahren ist, linkerhand erhält man einen schönen Einblick in die Feld- und Heckenlandschaft der Barnimer Feldmark.

dsc01089 Man durchfährt den kleinen Altlandsberger Ortsteil Wolfshagen, um nach wenigen Minuten einen weiteren Ortsteil namens Radebrück zu erreichen. Hierbei handelt es sich um ein seit 1787 nachweisbares Kolonistendorf, von dem noch ein Großteil der ursprünglichen Bebauung zu erkennen ist. Man durchfährt Radebrück und kann am Ortsende an einer Verkehrsinsel die relativ stark befahrene Straße überqueren.

dsc01092 Von Radebrück aus führt ein asphaltierter Radweg in weiter Entfernung von der Straße etwa 3,5 km durch einen abwechslungsreichen Mischwald. Sobald man einen ebenfalls asphaltierten Querweg erreicht, hält man sich links, überquert wiederum die Altlandsberger Chaussee und gelangt auf einen Parkplatz, der ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflügler ist.

dsc01095 Von diesem Punkt aus wird die Strecke etwas anspruchsvoller. Man verlässt diesen Parkplatz über eine Hochspannungstrasse hinweg und taucht wieder in das ausgedehnte Waldgebiet der Buchholzer Heide ein. Der unbefestigte Waldweg führt nördlich parallel am Bötzsee entlang, allerdings ein Stück entfernt. Manchmal taucht aus dem Boden altes Pflaster empor, öfters muss man sich an den leichten Steigungen jedoch mit sandigem Untergrund anfreunden. Irgendwann erscheint rechter Hand ein Zaun, dahinter im Wald – schemenhaft erkennbar – verlassene Objekte, Lost Places, wie so etwas heute heißt. Hier beginnt auch ein befestigter Weg, der nach wenigen Minuten in die kleine Siedlung Spitzmühle führt.

dsc01099 Hier kann man in einem von zwei Ausflugslokalen seine wohlverdiente Rast einlegen – sofern beide geöffnet sind. Alte und Neue Spitzmühle sind vor allem für die Bewohner der in der Nähe befindliche Stadt Strausberg, traditionelle Auflugslokale. Die Neue Spitzmühle, größer und nach der “Wende” saniert, die Wassermühle Alte Spitzmühle den Charme eines DDR-Sommerlokals sorgsam behütend ;-) .

dsc01104 Für den Rückweg nach Altlandsberg führt die Radtour ein kleines Stück Straße bis zur nächsten Biegung zurück, um dort geradeaus einen Weg in den Wald zu nehmen. Die nächsten 2 Kilometer führen durch Kiefernforst, eine in Trockenperioden sehr sandige Strecke. Sobald man den Forst und damit das ausgedehnte Waldgebiet westlich von Strausberg verlässt, wird die Fahrstrecke zwar nicht befestigt, dsc01105 aber etwas leichter. Etwa 1 km ist bis Buchholz noch zurückzulegen. Mit Robinien bepflanzte Feldwege werden oft nicht als Brandenburg-typisch wahrgenommen, sie sind es aber dennoch, denn seit dem 18. Jahrhundert wurde die Robinie in Brandenburg gezielt als Straßenbaum eingesetzt.

dsc01107 Das Dörfchen Buchholz liegt abseits der Verbindungsstraßen und hat daher keinerlei Durchgangsverkehr. Gemütlich kann man daher in den Ort hineinradeln und sich rechts haltend, alte Gehöfte und neue Häuser ansehen. Es lohnt sich auch ein Abstecher auf den Dorfanger mit der um 1300 erbauten Feldsteinkirche. Vom Dorfanger zurückkehrend verlässt man den Ort nach rechts in Richtung Wegendorf, um aber nach wenigen Metern links die Chaussee in Richtung Altlandsberg zu nehmen. Die folgenden 4-5 Kilometer sind landschaftlich schön, leider müssen sich Radfahrer hier den regulären Straßenraum nutzen – insbesondere bei mitfahrenden Kindern kein Genuss.

Bei der Einfahrt nach Altlandsberg findet man vor dem Eingang zur eigentlichen Stadt eine fast Dorf-ähnliche Situation vor. Tatsächlich handelt es sich hierbei um die früher unter der Bezeichnung “Amtsfreiheit” bekannte Siedlung, die zu dem staatlichen verwalteten Gutsbezirk von Altlandsberg gehörte und erst 1928 mit der Stadt vereinigt wurde.  Geradeaus fährt man in die Bernauer Straße ein und gelangt an der Ampelkreuzung wieder zum Ausgangspunkt Strausberger Straße und Storchenturm.

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