Feed on
Posts
Comments

Gastronomie

Wer hat noch nicht diese Erfahrung gemacht: Restaurants kommen und gehen. Wenn Zeit daher ein Merkmal von Qualität ist, sei hier auf einige Klassiker hingewiesen.

Armenhaus Altlandsberg

Armenhaus

Das Restaurant Armenhaus gibt es bereits seit 1995. Tatsächlich befindet es sich im ehemaligen Armenhaus von Altlandsberg, errichtet vor ungefähr 170 Jahren. Ins Armenhaus wurde hier wie fast überall in Europa, jeder abgeschoben, der nicht mehr für sich selbst sorgen konnte. Also nach draußen vor die Stadtmauer, gleich neben dem Gefängnisturm. Wer wissen will, wie es in einem Armenhaus zuging, der lese die bewegende Michel-Weihnachtsgeschichte von Astrid Lindgren.
Im heutigen Armenhaus ist die Vergangenheit nur noch Dekoration: alte Einrichtungsgegenstände aus den Häusern der Stadt erzeugen ein rustikales Ambiente. Nach einem langen Stadtspaziergang erhält man hier solide Kost.

Fat Sam Altlandsberg

Pub Fat Sam

Kurz vor dem Berliner Tor, links gegenüber dem repräsentativen Rathaus, macht ein größeres Gebäude mit dunkelgrüner Fassade auf sich aufmerksam. Es handelt sich um den Pub Fat Sam, eine Art Musik-Kneipe, in der häufig Bands auftreten und in der man die neudeutsche Küche genießen kann, also Steak, Schnitzel, Putenbrust & Co. Auch dieses Gebäude hat einiges an Geschichte in sich. Es handelt sich um das alte Hotel “Friedrichslust”, das einmal wichtigster Veranstaltungsort am Platz war. 1935 ersteigerten die dem älteren Altlandsberger bekannten Brüder Tempel das Hotel und betrieben es bis 1960 privat. Später war es Klubhaus, Bibliothek und sogar Entbindungsstation, bevor es in den 90er Jahren ein Investor sanierte.

Natürlich darf in einer Kleinstadt der “Italiener” nicht fehlen. Das Restaurant La dolce Vita befindet sich direkt an einer Ecke des Markplatzes. Speisen und Getränke überraschen nicht unbedingt. Die Restaurant-Räume im Kellergeschoss sind jedoch in jedem Fall eine Speise wert. Die Kreuzgewölbe aus Back- und Feldstein dienten vermutlich nicht dazu, “Gauner” zu beherbergen, wie die Besitzer vermuten. Eher dürfte dies einer der typischen Lagerkeller gewesen sein, wie sie in ähnlichen Städten öfter zu finden sind.

Comments are closed.