| 1892 |
Das preußische Kleinbahngesetz schafft Voraussetzungen
für den Bau regionaler Eisenbahnverbindungen unter günstigen
finanziellen Bedingungen. |
| 1894 |
Die Altlandsberger Bahninteressenten orientieren auf
ein Normalspur - Kleinbahnprojekt nach Hoppegarten. Die Stadt und ein privater
Bahnbauunternehmer werben um "Geldgeber ". |
| 1897 |
Die Allgemeine Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft ist bereit,
die Strecke kurzfristig zu bauen. Noch im selben Jahr kommt ein entsprechender
Bau- und Betriebsvertrag zustande. |
1898 |
| Am 1. Juli 1898 gründet sich
die "Altlandsberger Kleinbahn-Aktiengesellschaft". Am 3. Oktober
1898 wird die rund 6,9 km lange Strecke mit den Zwischenstationen in Neuenhagen
Dorf und Schützenhaus (später Amtsgericht und ab 1955 Altlandsberg
Vorstadt) feierlich eröffnet. |
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| 1900 |
Täglich verkehren sechs Zugpaare mit Anschluß
nach Berlin Schlesischer Bahnhof sowie nach Strausberg bzw. Küstrin.
Die Fahrzeit beträgt 25 Minuten. Güterwagen werden bei Bedarf
mit den Personenzügen befördert. |
| 1919 |
Die Altlandsberger Kleinbahn beginnt aufgrund der komplizierten
Wirtschaftslage rote Zahlen einzufahren. |
| 1921 |
Nachdem der Betrieb 1920 bereits auf wenige Zugfahrten
am Tage eingeschränkt war, ist die Kleinbahn am zahlungsunfähig.
Sie meldet am 3. Januar 1921 Konkurs an und stellt sofort den Betrieb Zugverkehr
Mittel ein. Schon bald wird der mit Hilfe staatlicher wieder aufgenommen. |
1923 |
| Die Kleinbahn gilt als unverzichtbar und muß bestehen
bleiben. Das Konkursverfahren wird eingestellt und die Generalversammlung
der Kleinbahn AG beschließt, das Unternehmen mit staatlichen Zuschüssen
weiterzuführen. |
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| 1930 |
Die Siedlung-Seeberg und der Haltepunkt Seeberg - Kolonie
entstehen. Er wird 1938 in Seeberg - Gartenstadt umbenannt und ist ab 1955
in den Fahrplänen als Altlandsberg - Seeberg zu finden. |
| 1935 |
Die Altlandsberger Kleinbahn wird in den Bau des Berliner
Autobahnringes einbezogen. Sie befördert vor allem Baustoffe. Die
Autobahn überquert die KLeinbahntrasse nordöstlich von Neuenhagen.
Ein Projekt zur Elektrifizierung der Kleinbahn mit Triebwagenverkehr kommt
jedoch nie zur Ausführung. |
| 1937 |
Das Landesverkehrsamt Brandenburg übernimmt die
Betriebsführung der Kleinbahn. |
| 1940 |
Kriegsbedingt wächst der Verkehr stark an. Am 20.
April 1945 muß der Betrieb wegen der sich nähernden Front eingestellt
werden. |
| 1945 |
Am 21. April 1945 verläßt der gesamte Fahrzeugpark
als Lazarett- und Treckzug mit Anwohnern, Eisenbahnern und mit Schwerverwundeten
Altlandsberg in Richtung Westen. Der Zug erreicht nach Zwischenstops Wochen
später Schleswig-Holstein und kehrt nie wieder nach Altlandsberg zurück |
| 1946 |
Der Zugverkehr wird auf der inzwischen enteigneten Altlandsberger
Kleinbahn am 12. Mai 1946 wieder aufgenommen. Die erforderlichen Fahrzeuge
werden von fremden Bahnen ausgeliehen. Anfangs fahren täglich drei
Zugpaare. Die Zugbetrieb endet und beginnt bis 1947 an der Station Amtsgericht,
da das Gelände des Bahnhofs Altlandsberg von der Besatzungsmacht genutzt
wird. |
| 1949 |
Auf Anordnung der Besatzungsmacht werden fast alle dem
öffentlichen Verkehr dienenden "nichtreichsbahneigenen Eisenbahnen"
in der sowjetisch besetzten Zone zum 1.April von der Deutschen Reichsbahn
übernommen. So auch die Altlandsberger Kleinbahn. |
| 1952 |
Werktags verkehren 13, sonn- und feiertags 10 Zugpaare.
Viele Altlandsberger und Neuenhagener arbeiten in Berlin und nutzen die
Bahn als Berufspendler |
| 1958 |
Bis auf den Berufs- und Güterverkehr übernehmen
Omnibusse die Fahrten. Dadurch spart die Deutsche Reichsbahn beträchtliche
Kosten. Mit dem Bau des Umspannwerks Neunhagen zweigen von der Stammstrecke
an den Kilometern 3,7 und 4,1 Anschlußgleise ab. |
1962 |
| Die Deutsche Reichsbahn hat den Betrieb auf der Altlandsberger
Strecke weiter vereinfacht. Die Gebäude auf dem Bahnhof Altlandsberg
sind inzwischen abgebrochen. Das tägliche Personenzugpaar besteht
aus einer Diesellokomotive und einem ofengeheizten Triebwagenanhänger
aus den dreißiger Jahren. |
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| 1965 |
Zum 30. Mai 1965 wird der Zugverkehr auf der Strecke
Hoppegarten - Altlandsberg gänzlich eingestellt. Nach Altlandsberg
fahren nun ausschließlich Omnibusse. Bei Bedarf wird Altlandsberg
weiterhin im Güterverkehr bedient. Ab 1. April 1966 gilt das Gleis
vom km 4,2 bis zum km 6,7 als stillgelegt. |
2000 |
| Noch immer endet das betriebsfähige Gleis von Hoppegarten
aus am Kilometer 4,2. Doch erhält das Umspannwerk Neuenhagen nur äußerst
selten Wagenladungen |
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