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Geschichte

Altlandsberg wurde aufgrund seiner einerseits verkehrsgünstigen Lage, andererseites wegen seines natürlichen Schutzes durch Sumpfgelände um 1230 als deutsche Siedlung mit Burg errichtet. Bereits vor 1257 erhielt der Ort brandenburgisches Stadtrecht. Zunächst entstand – in der Nähe der Burg – das nördliche Bernauer Viertel und das südlich gelegenen Berliner Viertel, die nach und nach miteinander verbunden wurden.

Stadtmauer am Strausberger Tor

Stadtmauer

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts gelangte die Stadt in Besitz der Ritter von Krummensee und bis zum Ende des 16. Jahrhunderts musste Altlandsberg die “üblichen” mittelalterlichen Plagen über sich ergehen lassen. Überfälle – hier durch die Hussiten -, Stadtbrände und Pestepidemien.

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ die Stadt völlig verwüstet. 1654 erwarb Graf Otto von Schwerin Altlandsberg und ließ ein Barockschloss errichten. Nachdem 1684 ein neuer Brand die Stadt fast vollständig vernichtete, kaufte 1708 Friedrich I. die Herrschaft Altlandsberg und machte es zu einer Nebenresidenz. Das Schloss wurde 1757 zerstört – durch einen Brand, der jedoch noch nicht der letzte sein sollte …

Scheunenviertel

Scheunenviertel

Der Brand von 1684 hatte das Stadtgesicht besonders gestaltet. Straßen wurden verbreitert oder begradigt und der Markt, damals noch im südlichen Berliner Viertel befindlich, wurde an die heutige Stelle verlegt. Und nach einer besonderen Verordnung Otto von Schwerins wurde die noch in der Stadt befindlichen Scheunen vor die Tore der Stadt verlagert, wodurch das heutige Scheunenviertel enstand. Die Brandgefahr sollte damit verrringert werden.

Strausberger Straße und -Tor

Strausberer Straße und Storchenturm

Während des 19. Jahrhunderts konnte die Stadt nicht von der Industrialisierung profitieren.  Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert zeigte sich so etwas wie ein Aufschwung: 1898 wurde eine Kleinbahn zwischen dem Ostbahn-Bahnhof Hoppegarten und der Stadt gebaut, 1913 vor dem Berliner Tor das neue Amtsgericht eröffnet. Im wesentlichen blieb Altlandsberg landwirtschaftlich geprägt – davon zeugt das um 1880 errichtete, heute sanierte, Gutshaus.

Die im 14. Jahrhundert aus Feldsteinen erbaute und heute restaurierte Stadtmauer konnte die Rote Armee 1945 nicht vom Einmarsch abhalten. Jedoch ist die Stadt ohne Zerstörungen davon gekommen – zum Glück!

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